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GilianCo

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1

Montag, 20. November 2006, 19:10

Periodische Augenentzündung

Ich denke, die meisten wissen, was sie unter dieser Erkrankung verstehen.

Ich hab mich schon mal eingehender damit befaßt, und dabei auch erfahren, daß diese Erkrankung nicht periodisch auftreten muß. Trotzdem würde ich gern mal hören, was ihr so mit dieser Erkrankung für Erfahrungen gemacht habt.

Habt ihr selber ein erkranktes Pferd?

Ist ein nur ein Auge betroffen, oder beide?

Wie wurde die Behandlung bis jetzt gehandhabt?
:snoopy:

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2

Montag, 20. November 2006, 19:33

kenne ein Pferd aus den Stall wo ich führer geritten bin, das Pferd war durch diese Augenentzündung blind auf beide Augen, so viel ich weiß reitet die Besitzerin ihn noch. ( ein Alptraum für die anderen in der Halle )

Hätte mit diesen Pferd mein erstes Schock Erlebniss mit Pferd, er ist gespolpert und mir in die Füsse geknallt.
Grüße vom Claudi :pilz:

:meerie: Tini II

Man kann weder gut denken
noch gut lieben, noch gut schlafen
wenn man nicht gut gegessen hat.
(Virginia Woolf)

3

Montag, 20. November 2006, 19:45

Ein Schulpferd bei uns im Stall hat jetzt angeblich periodische Augenentzündung. Sie wurde wohl immer "böser", also hat geschnappt etc. jetzt bekommt sie mehrmals täglich Medikamente und es hat sich schon gebessert. ich kann mich aber noch mal genauer erkundigen.
Eine Freundin meinte nur kürzlich zu mir, ich sollte da aufpassen, denn das wäre ansteckend von Pfer zu Pferd. Stimmt das? Wodurch wird diese Krankheit eigentlch ausgelöst?

4

Montag, 20. November 2006, 19:52

was sind den die symptome?
meine RB hat sowas wie eine augenenzündung. zuerst war es nur auf einem auge, da hatte er eitrigen ausfluss. dann hat die besi ihm eine salbe oder sowas besorgt. es ist besser geworden.
aber jetzt hat er aus beiden augen einen klebrigen aber klaren ausfluss.
die besi findet es scheinbar nicht so schlimm und macht jetzt leider nichts mehr drann.

was haltet ihr davon?
Was heut nicht klappt, klappt morgen. Immer schön dran bleiben leute! :wirdgut:

Petra

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5

Montag, 20. November 2006, 20:02

...da ist doch der Tränenkanal verstopft, oder?

Unsere alte Stute hatte das, nennt man das im vorgerückten Station nicht auch Mondblindheit ?
Die Besitzerin sagte mal, wenn das nicht behandelt wird kann das Pferd blind werden (die Stute war einseitig blind)
Viele Grüsse von Petra
:reit:

Es gibt so viele Dinge, die man nicht mit Geld bezahlt,
wohl aber mit einem Lächeln,
einer Aufmerksamkeit,
mit einem "DANKE"

6

Montag, 20. November 2006, 20:09

Was für'n Zufall.
Hab gerade heute noch mit dem TA drüber gesprochen.
Ich hoffe ich bekomme das alles richtig zusammen.
Also man vermutet das Per. Augenentzündung durch Leptospiren verursacht wird. Das sind so fiese kleine Einzeller die bei Hunden Leberentzündungen auslösen.
Die Viecher gelangen dann ins Auge z.B. durch ne unbehandelte Wunde/Entzündung ect.
Der TA sagte nichts das das ansteckend ist und es wäre auch nicht vererbbar.
Wenn ich es richtig verstanden hab kann man den Schaden auch sehr in Grenzen halten, wenn man nur schnell genug erkennt um was es sich handelt.
Soweit ich weis muss es nicht in regelmäßigen Abständen auftreten, ein Schub kann auch durch Stress ausgelöst werden z.B. Stallwechsel.
Frag maich aber nicht wa ser zu behandlungsmöglichkeiten gesagt hat, will da nichts falsches erzählen.
Zum Glück habt keins meiner Pferde sowas und *schnellmalaufHolzklopfen* ich hoffe das bleibt so!

GilianCo

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Montag, 20. November 2006, 23:13

Also, das ist schon mal richtig, sie haben einfach die Krankheit irgendwann mal "falsch übersetzt". Denn eine periodische Augenentzündung würde man ja meinen, daß sie halt in Schüben kommt (was sich dann auch Umgangssprachlich "Mondblindheit" nennt, weil es halt immer wiederkommt, wie die Mondphasen). Eine sogenannte rezidivierende (wiederkehrende) Uveitis (Entzündung des inneren Auges) ist nicht gleich der Periodischen Augenentzündung.

Wenn ein Pferd einen Schub hat, dann kann man das ganze durch zwei Dinge behandeln, nämlich meist durch einen Entzündungshemmer, und dann noch Atropin. Das Problem bei Entzündungen im inneren des Auges ist nämlich, daß die Iris sich schließt, durch die Schmerzhaftigkeit, und die starke Empfindlichkeit auf Licht. Da das innere Auge dann verkleben kann, ist dies genau, was verhindert werden muß. Dafür das Atropin, denn das stellt die Iris weit. (deswegen muß bei einem Schub auch so schnell reagiert werden, denn je schneller man reagiert, desto besser kann man den Schaden begrenzen).

Mein Pferd hat (um das auch noch aufzuführen) starke Veränderungen an der Linse, rechts stärker als links, und deutliche Trübungen der Linse, ebenfalls rechts deutlicher als links.

Normalerweise kann man sagen, daß die Erreger von Nagern wie Mäusen und Ratten übertragen werden. Dies kann nur so gut es geht eingeschränkt werden, ansteckend ist es von Pferd zu Pferd tatsächlich nicht.

Da mein Pferd schon eine deutliche Katarakt auf beiden Augen aufweist, kann ich mir auch noch Gedanken darüber machen, ob ich mein Pferd deswegen operieren lassen möchte. Wird wohl noch nicht heute oder morgen in Frage kommen, aber es steht zumindestens jetzt im Raum, und ich informiere mich darüber.

@wildezora, Du kannst Deiner Besitzerin ja vielleicht mal "meine" Geschichte erzählen. Ich bin an sich sehr rational, was diese Diagnosen angeht, und hab Charles auch immer gerade was seine Augen anging, gut im Auge (er hat früher zu Bindehautentzündungen geneigt), trotzdem hab ich jetzt einen recht üblen Befund. Ich würde das ehrlich gesagt nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sind denn unter den Augen Tränenstreifen? Dann müßte tatsächlich der Tränennasenkanal mal gespülrt werden, ansonsten würde ich mal das Auge ansehen lassen. Das kostet nicht die Welt, und gerade Augen von Pferden mit PA neigen mehr dazu, zu tränen, als "normale" Augen.
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8

Dienstag, 21. November 2006, 12:09

Also, ich habe da jetzt mal eine Frage....

Bein meinem Schatz (Montoya) ist das so.....

Erst hat sein rechtes Auge immer geleckt, meine Chefin hat dann von der Tierärztin eine Salbe empfohlen bekommen, da immer so eine Salbe drauf zu machen, was sie dann auch getan hat.
Irgendwann haben wir dann aber leider doch festgestellt, dass das Auge begann milchig zu werden und meine Chefin hat dann einen anderen Tierarzt gerufen und der meinte, dass er wohl auf dem Auge ganz blind werden wird, es seidenn, wir könnten und eine ziemlich teure Operation leisten.

(Als wir das alles feststellten gehörte er noch ihr, deswegen hat sie sich um das alles gekümmert.)

So, habe dann nochmal genau meine Chefin gefragt und die meinte dann halt, das ist grauer Star, aber ein Teil seiner Iris ist noch nicht betroffen.

Jetzt weiß ich nicht, was ich unter dem Ganzen verstehen soll, kann mir da jemand helfen??

Das wäre ganz lieb, denn im Moment weiß ich wirklich nicht was überhaupt so genau los ist!!
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GilianCo

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9

Mittwoch, 22. November 2006, 07:33

Grauer Star ist an sich eine "Laienbezeichnung" für eine Katarakt, also eine Trübung der Linse. Vermutlich kommt für dieses Pferd dann die gleiche OP in Frage, wie für mein Pferd. Dabei wir dann die Linse entfernt. Dann ist das Pferd zwar kurzsichtig, aber das ist ja immerhin deutlich besser als blind...
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10

Mittwoch, 22. November 2006, 17:26

Ok danke für die Hilfe, ist dann bestimmt das Gleiche.

*hm!* Wenn nur nicht alles so teuer wäre, sonst würde ich ihn sofort operieren lassen!!

Kannst dir das ganz ja mal angucken, in meiner Galerie ist ein Bild von seinem Kopf wo man das ziemlich gut erkennen kann, auf dem Bild hat er ein sein babyblaues Halfter drauf!!

Vielleicht kannst du mir ja auch sagen, ob das noch schlimmer wird??
Noch ist er ja nicht ganz blind.
Ich meine er ist ja erst drei!!
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Mittwoch, 22. November 2006, 23:37

Hm... ich denke, das muß man wohl abwarten, also, ob das noch weiter geht, mit der Trübung und so.

Ich würde mich an Deiner Stelle (oder an Stelle der Besitzerin) mal über OP Versicherungen schlau machen, mach ich auch gerade, weil für mein Pferd ja auch irgendwann eine OP in Frage kommt..
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12

Donnerstag, 23. November 2006, 06:09

Ich bin die Besitzerin, er ist doch mein neues Pony.;-)

Ja,ok dann werde ich das machen, hatte sowieso vor die Versicherung zu Wechseln und bei der neuen ist glaube ich auch eine OP-Versicherung, werde mich da nochmal ganz schlau machen.

Vielen Dank für deine Hilfe, kannst ja mal bei Gelegenheit berichten, wie es mit deinem weitergegangen ist.
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Donnerstag, 23. November 2006, 13:29

Das werde ich tun. Sorry, das mit dem Besitzer hab ich glaub ich irgendwo anders gemeint... sorry, eigentlich weiß ich doch, daß er Deiner ist...
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14

Dienstag, 30. Januar 2007, 20:40

Hallo,

ich habe eine Stute die durch die PA komplett blind wurde auf beiden Augen. Es fing auf einem Auge an. Es gab eine Augenentzündung und die Linse war milchig trüb verändert. Nach ein paar Tagen ging alles wieder weg. Muss dazu sagen, das war vor 10 Jahren, da war der Stand der Forschung noch viel viel weiter zurück als er jetzt sowieso noch ist.
Dann hatte ich ein Jahr ruhe und im nächsten Sommer (Spätherbst) kam das gleiche wieder. Der Tierarzt stellt nun endlich die PA fest. Meinte aber, wenn die Schübe nur 1 mal im Jahr kommen könne sie 30 werden ohne blind zu werden, ausserdem würde die PA normalerweise nur ein Auge befallen und wenn das völlig blind ist _nicht_ auf das zweite Auge übergehen. Tja, leider kamen die Anfälle dann relativ bald in immer kürzeren Abständen. Also beschloss ich in die Tierärztliche Hochschule Hannover zur OP zu gehen. Dort wurde mir von einer OP abgeraten, da das eine Auge eh nicht mehr zu retten gewesen wäre und es nicht sicher wäre ob das zweite Auge überhaupt befallen werden würde. Also hab ich mein PFerd unverrichteter Dinge wieder mit Heim genommen. Sie hat dann starke Entzündungen bekommen, die trotz sofortiger Behandlung leider nicht mehr so schnell weg gingen. Durch die Gabe von immer stärkeren Entzündungshemmern und sog. "Sprengspritzen" (um die schon vorhandenen Verklebungen am Sehnerv zu sprengen) bekam meine Stute dann defekte auf der Hornhaut. Dies lies leider eine Behandlung mit Cortison nicht mehr zu. Mal war das Auge wieder ok, aber meist nicht für lange. Bis es dann komplett blind war. Die Klinik hatte mir gesagt ich solle mit einer OP auf dem anderen Auge warten bis dort sicher wäre das die Schübe weiter gingen. Tja, gleich der erste hatte es voll in sich. Die Entzündung ging nicht mehr weg über Wochen. Aber ein entzündetes Auge kann nicht operiert werden. Durch diese lange Phase der entzündung (bestimmt 6 Wochen) ist viel kaputt gegangen. Hab sie dann sofort in die Klinik und operieren lassen. Verlief auch soweit gut wie mir gesagt wurde. Das Auskurieren dauerte verhältnismässig lange und war auch danach nur kurz in ordnung. Kurz danach kam die heftigste Entzündung die sie je hatte. Ich konnte sie - egal mit was - nicht in den Griff bekommen, da die Hornhaut aussah wie ein Streuselkuchen. Hätte ich da Cortison gegeben wäre die Linse sofort getrübt. Im wirklcih allerletzten Moment wurde dann eine Eigenblutbehandlung durchgeführt durch die die Hornhaut geheilt ist. Danach gab es 2 Wochen Cortison und die Entzündung war weg und kam seitdem NIE WIEDER. Da hatte mein PFerd dann ein komplett blindes Auge und ein Auge mit noch etwa einem viertel Sehfähigkeit. Etwa ein halbes Jahr später ist dann die Linse eingetrübt. Das war ein harter Schlag. Aber mein Pferd kommt super damit klar (wers nicht glaubt oder wens interessiert siehe Beitrag: Blindes Pferd noch reiten).

Nun zu den Medikamenten: Immer gleich war das Atropin Dispersa, die Entzündungshemmer variierten. Isopto Max (und sämtliche abwandlungen davon) oder Corti Biziron, je nachdem wie die Hornhaut aussah.
Ich habe auch alles an Homeopathi ausprobiert. Habe bis zu 30 Fläschen mit Globuli da gehabt (Namen habe ich mir nicht alle gemerkt).
Als dann die Linsentrübung anfing habe ich Timolol (gibts nochwas - ist im Prinzip das gleich, aber 4 mal so teuer) gegeben um den Augeninnendruck zu senken (wodurch ja angeblich die Trübung ausgelöst wird). Es gibt ein Naturheilmittel, das angeblich teilweise Trübungen der Linse stoppen oder sogar verringern könnte. Hab ich auch gegeben - Namen weiß ich jetzt nicht auswendig - geholfen hat es _bei uns_ nicht.

Zum Auslösen der Krankheit: Der Graue Star ist ja normalerweise eine Nachfolge Erkrankung der PA. Als separate Krankheit ist mir der Graue Star nicht so geläufig.
Zumindest geht man bei der PA (deren Erforschung sehr gering bis überhaupt nicht vorhanden ist) davon aus, dass es eine vererbliche Veranlagung ist, die vorzugsweise männlcihe Pferde (ich hab ne Stute) bis zu einem alter von 7 Jahren befällt. Die Veranlagung ist nicht weiter schlimm, der Auslöser soll wie eine allergische Reaktion (keiner weiß worauf) funktionieren. Wenn dann die erste Entzündung da war bleiben die Leptospiren im Glaskörper des Auges zurück und verursachen jeden weiteren SChub, deshalb entfernt man die komplette Flüssigkeit bei der OP, denn man geht davon aus, wo nicht ist kann nicht mehr ausgelöst werden.
Eine andere Theorie besagt, das die Krankheit tatsächlich von Mäusen/Ratten usw. übertragen wird.
Ansteckend von Pferd zu Pferd oder Pferd zu Mensch oder was auch immer ist sie definitiv nicht!

So, hab ich noch was vergessen :)

LG Sliding
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Mittwoch, 31. Januar 2007, 14:26

Zitat

Original von Sliding
Wenn dann die erste Entzündung da war bleiben die Leptospiren im Glaskörper des Auges zurück und verursachen jeden weiteren SChub, deshalb entfernt man die komplette Flüssigkeit bei der OP, denn man geht davon aus, wo nicht ist kann nicht mehr ausgelöst werden.
Eine andere Theorie besagt, das die Krankheit tatsächlich von Mäusen/Ratten usw. übertragen wird.


Meines Wissens werden die Leptospiren von Ratten oder Mäusen übertragen. Denn ein Pferd was eine allergische Reaktion zeigt, bildet keine Leptospiren. Von daher kenne ich obiges als eine Theorie.
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Mittwoch, 31. Januar 2007, 15:04

Meine Zeit war vor etwa 5 Jahren. Da habe ich mich über Monate und Jahr mit nix anderem beschäftigt als mit dieser Krankheit und allem was damit zu tun hat. Und ohne jede Überheblichkeit würde ich behaupten wusste ich damals mehr über die Krankheit als manch ein Provinz-Tierarzt.
Seit 5 Jahren etwa ist meine Stute frei von Anfällen und komplett blind. Seither habe ich kaum noch die Forschung verfolgt.

Vor 5 Jahren war es auch noch so, dass die von dir beschriebene OP zwei OPs waren. Damals hat den austausch der FLüssigkeit nur Hannover und München gemacht (dabei wurde keine Linse entfernt). Die Op wo die Linse entfernt werden sollte wurde mir ja im Nachhinein noch vorgeschlagen, aber die wollte ich meiner Stute nicht mehr zumuten. Damals wäre die nur in München gemacht worden.

Und wie gesagt, wie weit die Forschung jetzt ist - weiß ich nicht. Ich kann nur von meinen sehr umfangreichen Erfahrungen sprechen die halt schon etwas zurück liegen.

LG Sliding
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Mittwoch, 31. Januar 2007, 15:09

Wobei, mir fällt grade ein - so ganz stimmt das nicht. Kurz danach habe ich mich mit dem Thema "Vererbbar oder nicht" auseinander gesetzt, weil ich unbedingt ein Fohlen von meiner Stute haben wollte. Das dürfte etwa 3 Jahre her sein. Damals wurde mir überwiegend abgeraten, da es nicht sicher wäre ob die Veranlagung nicht doch vererbt wird.
Hatte mich dann dagegen entschieden, da ich das Risiko nicht eingehen wollte! Also scheint das vor etwa 3 Jahren noch eine Recht weit verbreitete Theorie gewesen zu sein.
Wie schon gesagt, die andere Theorie war die mit den Nagern. Keine Ahnung was stimmt.

Aber andere Frage: Allergien können doch entzündungen auslösen und durch die Entzündung bleiben doch dann die Leptospiren im Auge zurück. Umgangssprachlich gesagt bleiben Entzündungsprodukte im Auge zurück sagte mein Tierarzt immer. Und die würden die Schübe auslösen. Deswegen kam mir das als durchaus möglich vor.

Lg Sliding
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Mittwoch, 31. Januar 2007, 16:52

*g* Entzündungsprodukte sind aber halt noch keine Leptospiren. Ich würde denken, es ist einfach an beidem etwas dran. Denn durch die Entzündungen ist die Abwehr geschwächt, und dadurch haben Keime, die den Pferden sonst vielleicht nichts anhaben würden, freie Bahn.

Wenn wir mal realistisch sind, so wird auch in einem sauberen Stall eine Maus z.B. nicht ganz zu verhindern sein.

Ich hab es einmal gesehen, daß mehrere Pferde in einem Betrieb alle PA bekommen haben. Da lag es definitiv daran, daß es zu viele Mäuse und Ratten gab.

Zitat

Leptospira[ gr. Windung]f. Gattung gramnegativer, beweglich hexical gewundener Schraubenbakterien (Durchmesser 0,1 µm, Länge 6 bis über 12 µm) der Familie Leptospriaceae; im Ggs. zu Species der Gatung Borrelia sehr zarte Spirochäten mit 12 - 24 relativ regelmäßigen Primärwindungen, an den Enden Kleiderbügelförmig abgebogen, wegen schlechter Färbbarkeit Dunkelfeldmikroskopie, Oxidase-positiv.
Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 258. Auflage 1998


Ich denke, wenn eine allergische Reaktion der Auslöser ist, dann werden die Bakterien sich "obendraufsetzen", wie das auch bei normalen Virusinfektionen der Fall ist. Das ist ja der einzige sinnvolle Grund, bei einer Erkältung Antibiotika zu nehmen, weil die zur Vireninfektion hinzukommenden Bakterien damit beseitigt werden.
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Donnerstag, 1. Februar 2007, 12:27

Ohne jetzt ernsthaft behaupten zu wollen ich hätte verstanden was du über Leptospiren zum besten gegeben hast.... Aber.... gehe ich jetzt richtig in der Annahme das es irgendwelche Bakterien sind? Warum lassen die sich durch Antibiotika nicht bekämpfen? Dann dürften die Schübe ja nicht immer wieder kommen. Bzw. warum kamen die entzündungen wieder nachdem bei meinem Pferd die Flüssigkeit des Glaskörpers völlig ausgetauscht wurde?

Vielleicht... braucht das Pferd die vererbte veranlagung und bekommt dann durch Mäuse oder Ratten übertragen die PA. Und ein Pferd das die Veranlagung nicht geerbt hat, der reagiert nicht drauf, deswegen merkt man es nicht. Und vielleicht kann man das mit ner allergischen Reaktion auf diese Bakterien vergleichen? (Habe kein medizin studiert...).
Das anderen Pferden diese Leptos nichts ausmachen?

Naja, keine Ahung wie gesagt, kann nur sagen wies bei mir war und was ich damals in erfahrung bringen konnte.

LG Sliding
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